Karrierechancen IT-Branche – Berufsbegleitend zum Wirtschaftsinformatiker
Die IT-Branche ist und bleibt weltweit einer der aussichtreichsten Wachstumssektoren. […] Gefragt sind nicht nur hochspezialisierte Fachleute, die ein mehrjähriges Studium der Informatik abgeschlossen haben, sondern ebenso „Allrounder“, die funktionsübergreifend an IT-Projekten mitarbeiten können. […] So bietet die gemeinnützige Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Wiesbaden ein Wochenend- und Abendstudium für Berufstätige zum Wirtschaftsinformatiker an. […]Studieren mit dem Lohnzettel
Nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln absolvierten im Studienjahr 2002/3 rund 45.000 Abiturienten einen von derzeit bundesweit 469 dualen Studiengängen. Die meisten davon sind im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Bereich angesiedelt und auf sechs Semester ausgelegt. […] Nach einer IW-Umfrage unter 500 Unternehmen kommen auf einen dualen Studienplatz derzeit durchschnittlich 48 Bewerbungen. Zeugnisnoten spielen bei der Auswahl eine Rolle, wichtiger aber ist das persönliche Gespräch. Die Hälfte der Unternehmen führt Eignungstests durch, jedes zehnte ein Assessment Center. Wer die Hürden genommen hat, erhält einen Ausbildungsvertrag und studiert in der Regel an einer Berufsakademie. Ein Teil der Firmen schickt seine Azubis zum Studium auf eine regulären Hochschule oder an eine Verwaltungs- oder Wirtschaftsakademie. Das entsprechende Kürzel - BA, FH oder VWA - führen die Absolventen nach ihrem Abschluß im Titel. […]Praxisnähe ist gefragt
Obwohl das Angebot an Sonderausbildungsplätzen in den vergangenen Jahren beträchtlich gestiegen ist, eilt die entsprechende Nachfrage noch immer weit voraus. Denn die duale Berufsausbildung steht bei den Jugendlichen hoch im Kurs: So bewerten mittlerweile 71 Prozent der Abiturienten mit betrieblicher Ausbildung ihre persönlichen Berufsaussichten im gewählten Ausbildungsberuf als sehr gut oder gut. […] Das Erfolgsrezept dieser Bildungsgänge ist die Verzahnung von Theorie und Praxis. Das theoretische Wissen vermitteln Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien, Berufsakademien, Fachhochschulen und Universitäten, Spezialklassen der Berufsschulen oder überbetriebliche Bildungseinrichtungen. Die praktischen Ausbildungsphasen absolvieren die Berufsstarter dagegen in den Unternehmen. […] Die beruflichen Chancen für Absolventen von Sonderausbildungsgängen sind bemerkenswert gut. Im Vergleich mit Fachhochschulabsolventen räumen 45 Prozent der Unternehmen den Teilnehmern an der Abiturientenausbildung bessere Chancen ein, im Vergleich mit den Universitätsabgängern werden sie immerhin noch von 38 Prozent der Unternehmen bevorzugt.
iwd – Informationsdienst des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Nr. 31 vom 5. August 1999